Das BIP Chem­nitz – Berufs­fach­schu­le für Pfle­ge- und Sozi­al­be­ru­fe blick­te am 04.02.2026 mit einer Jubi­lä­ums­ver­an­stal­tung auf 15 Jah­re erfolg­rei­che Aus­bil­dungs­ar­beit und regio­na­le Ver­net­zung zurück.

Die BIP Chem­nitz gGmbH ist eine Berufs­fach­schu­le für Pfle­ge­be­ru­fe und Sozi­al­we­sen in frei­er Trä­ger­schaft und bie­tet Aus‑, Fort- und Wei­ter­bil­dun­gen in der Pfle­ge sowie im sozia­len Bereich an. Mit 54 Mit­ar­bei­ten­den bil­det das BIP Chem­nitz jähr­lich rund 400 Pfle­ge­hel­fer, Pfle­ge­fach­kräf­te, Sozi­al­as­sis­ten­ten und Erzie­her aus. Zusätz­lich nut­zen jähr­lich ca. 150 Fach­kräf­te die berufs­be­glei­ten­de Fort- und Wei­ter­bil­dung für ihre Wei­ter­qua­li­fi­zie­rung. Gemein­sam mit Mit­ar­bei­ten­den, lang­jäh­ri­gen Koope­ra­ti­ons­part­nern und Aus­bil­dungs­be­trie­ben, Absol­ven­ten der ers­ten Stun­de und Ver­tre­tern aus Regi­on und Wirt­schaft blick­te die Berufs­fach­schu­le am 4. Febru­ar 2026 auf 15 Jah­re Erfolgs­ge­schich­te zurück.

„Sei­ne Geburts­stun­de hat­te das BIP Chem­nitz an einem ver­reg­ne­ten Novem­ber­abend in unse­rem Wohn­zim­mer in Krum­her­mers­dorf. Hier fass­ten mei­ne Frau, mei­ne Toch­ter, mei­ne Kol­le­gin Michel­le und ich den Ent­schluss, ein Unter­neh­men zu grün­den, das Fort- und Wei­ter­bil­dun­gen in der Pfle­ge für arbeits­su­chen­de Per­so­nen anbie­tet,“ erin­nert sich And­re Rich­ter. Am 01.01.2011 wur­de die BIP Chem­nitz gGmbH, mit Judith Rich­ter als Geschäfts­füh­re­rin, gegrün­det. Vie­le Kurs­ab­sol­ven­ten der ers­ten Stun­de fan­den anschlie­ßend eine Anstel­lung als Pfle­ge­hilfs­kraft in ambu­lan­ten und sta­tio­nä­ren Pfle­ge­ein­rich­tun­gen. In den fol­gen­den Jah­ren wen­de­ten sich eben die­se Absol­ven­ten an das BIP Chem­nitz, mit dem Wunsch, eine staat­lich aner­kann­te Aus­bil­dung zum Alten­pfle­ger zu absol­vie­ren. Dar­auf­hin wur­de 2014 die Berufs­fach­schu­le für Alten­pfle­ge gegrün­det und die Aus­bil­dung zum staat­lich aner­kann­ten Alten­pfle­ger angeboten.

Dar­auf­fol­gend ent­wi­ckel­te sich ein wei­te­rer wich­ti­ger Mei­len­stein: die Auf­stiegs­för­de­rung. Das sind staat­lich gere­gel­te Wei­ter­bil­dun­gen in Gesund­heits­fach­be­ru­fen (wie z. B. Pra­xis­an­lei­tung und Pfle­ge­dienst­lei­tung), die eine jähr­li­che Auf­fri­schung erfor­dern. „Bei den Wei­ter­bil­dun­gen haben wir vie­le Fach­kräf­te, die für ihre Qua­li­fi­zie­run­gen immer wie­der zum BIP Chem­nitz kom­men“, freut sich Judith Richter.

Die her­aus­for­dernds­te Zeit in die­sen 15 Jah­ren war die Coro­na­zeit. Sie fiel zusam­men mit der Neu­struk­tu­rie­rung der Aus­bil­dung zur Pfle­ge­fach­kraft. Die Alten­pfle­ge­aus­bil­dung lief aus und ein neu­es Aus­bil­dungs­ge­setz star­te­te genau zur Coro­na­zeit, wodurch es wöchent­lich neue Ver­ord­nun­gen und Rege­lun­gen für den Schul­be­trieb gab.

Der posi­ti­ve Neben­ef­fekt war die schnell vor­an­schrei­ten­de Digi­ta­li­sie­rung der Schu­le. In kür­zes­ter Zeit wur­de von den Kol­le­gen eine Online-Platt­form, ein digi­ta­les Klas­sen­zim­mer, eige­ne E‑Learnings und vie­les mehr ent­wi­ckelt, was das BIP Chem­nitz auf ein neu­es Level geho­ben hat. Zeit­gleich wur­de der zwei­te Aus­bil­dungs­zweig Sozi­al­we­sen ent­wi­ckelt. Seit 2020 zäh­len die Aus­bil­dun­gen zum staat­lich geprüf­ten Sozi­al­as­sis­ten­ten (2 Jah­re) und seit 2023 zum staat­lich aner­kann­ten Erzie­her (3 Jah­re) zum Port­fo­lio. „Im Juli die­ses Jah­res kön­nen wir die ers­ten staat­lich aner­kann­ten Erzie­her in das Berufs­le­ben schi­cken“, berich­tet Judith Rich­ter stolz.

Dabei gehört die ver­trau­ens­vol­le und lang­jäh­ri­ge Zusam­men­ar­beit mit den Pra­xis­part­nern zum Fun­da­ment der Berufs­fach­schu­le. Wich­tig ist, das erlern­te Wis­sen in ver­schie­de­nen Prak­ti­ka in die Rea­li­tät umzu­set­zen. So bie­ten zahl­rei­che Pfle­ge­ein­rich­tun­gen und Unter­neh­men in der Regi­on dem BIP Chem­nitz Prak­ti­kums­plät­ze für die Aus­bil­dun­gen an und mel­den im Umkehr­schluss ihre Fach­kräf­te zu Fort- und Wei­ter­bil­dun­gen im BIP Chem­nitz an. „Im Rah­men des 15-jäh­ri­gen Jubi­lä­ums haben wir uns etwas Beson­de­res über­legt“, schmun­zelt Geschäfts­füh­re­rin Judith Rich­ter. „Zum einen machen wir mit Pra­xis­an­lei­tern unse­rer Koope­ra­ti­ons­part­ner einen Tages­aus­flug ins Skills Lab Bam­berg und zum ande­ren unter­stützt jeder Mit­ar­bei­ten­de des BIP Chem­nitz für einen Arbeits­tag einen Koope­ra­ti­ons­part­ner. Das ist unser Dan­ke­schön für die lang­jäh­ri­ge Zusammenarbeit.“

Dass das BIP Chem­nitz schnell und inno­va­tiv auf sich ändern­de Bedin­gun­gen und Rege­lun­gen reagiert, hat es auch 2023 wie­der bewie­sen. Zusam­men mit dem KATHA­RI­NEN­HOF wur­de eine berufs­be­glei­ten­de Wei­ter­bil­dung ent­wi­ckelt, die Pfle­ge­hel­fer mit lan­ger Berufs­er­fah­rung zur staat­li­chen Aner­ken­nung als Kran­ken­pfle­ge­hel­fer führt, die ab 2023 für die Wei­ter­be­schäf­ti­gung im Pfle­ge­heim gefor­dert wur­de. Dafür wur­den sie als „Inno­va­ti­ons­schu­le 2025“ vom Ver­band deut­scher Pri­vat­schul­ver­bän­de aus­ge­zeich­net. „Mit dem BIP Chem­nitz haben wir einen sehr inno­va­ti­ven und ver­läss­li­chen Part­ner in der Aus­bil­dung für unse­re Pfle­ge­fach­kräf­te“, freut sich Nico Schön­fel­der, Ein­rich­tungs­lei­ter des KATHA­RI­NEN­HOF AM ALBERT­PARK aus Chem­nitz. „Dadurch kön­nen wir uns dar­auf ver­las­sen, dass unse­re Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten bes­tens von unse­ren Fach­kräf­ten ver­sorgt werden.“

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